Themenabend Eritrea

Der Themenabend beinhaltet Vortrag, Diskussion und Austausch bei Fingerfood und Getränken.

Anbei der Flyer auch auf Tigrinya zur Weiterleitung an Interessierte.

 

Themenabend Eritrea
“Frieden am Horn von Afrika“ - Chancen und Herausforderungen
 
Freitag, 15.02.2019, 18:00 Uhr
Café International, Caritas, In den Herrenbenden 1, 53879 Euskirchen

 

An dem Abend wird es neben dem Vortrag und der Diskussion auch Getränke und eritreisches Essen geben

Im Juli geschah das, was kaum einer mehr für möglich gehalten hätte. Nach jahrzehntelanger Feindschaft unterzeichneten Äthiopien und Eritrea im Juli vergangenen Jahres einen historischen Friedensvertrag, womit der Kriegszustand offiziell als beendet gilt. Insbesondere auf der eritreischen Seite kamen im Zuge dessen große Hoffnungen für einen positiven Wandel im eigenen Land auf. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass Präsident Isayas Afewerki die äußere Bedrohung durch den Erzfeind Äthiopien nicht mehr länger als innenpolitisches Druckmittel nutzen kann. Hinzu kommt, dass ihm nun aufgrund des Friedensvertrags die Legitimationsgrundlage für den auf Lebenszeit verpflichtenden Militärdienst  fehlt. Der kleine ostafrikanische Staat gilt nach wie vor als einer der repressivsten Staaten der Welt, weshalb ca. 10 % der Bevölkerung mittlerweile das Land verlassen haben. Mit der Wiedereröffnung der Grenze zu Äthiopien im September und dem damit einhergehenden blühenden Handel, hoffte man zumindest auf ein Ende der massenhaften Abwanderung. Überall, sowohl am Horn von Afrika, als auch in der Diaspora herrschte Euphorie pur. In ihrem Vortrag wird Weyni Tesfai den Friedensprozess differenziert beleuchten sowie Chancen und Herausforderungen für die Diaspora aufzeigen. Abschließend soll gemeinsam im Austausch mit den (eritreischen) Teilnehmenden ein kurzes Fazit, 6 Monate nach Abschluss des historischen Friedensvertrags gezogen werden.

 

Referentin:

Weyni Tesfai ist seit 2015 freiberuflich als interkulturelle Trainerin, Beraterin und Bildungsreferentin tätig. Sie hat die Fächer Ethnologie und Afrikanistik an der Universität zu Köln studiert und sich auf die Themen Flucht & Migration, sowie Rassismus & (neo-) koloniale Ausbeutung spezialisiert. Im Laufe ihres Studiums hat sie sich intensiv mit dem Konflikt zwischen Eritrea und Äthiopien auseinandergesetzt. Geboren wurde sie 1986 in Deutschland als Kind einer äthiopischen Mutter und eines eritreischen Vaters, weshalb der Konflikt im Herkunftsland für sie auch in Deutschland allgegenwärtig war. Ihre eigene Familiengeschichte und Kindheitserfahrungen haben sie dazu bewegt, sich auch wissenschaftlich im Rahmen ihres Studiums mit dem Thema zu beschäftigen. Dabei fokussierte sie sich insbesondere auf Fluchtursachen und den Einfluss, welche die eritreische Diaspora auf den Konfliktverlauf im Herkunftsland ausübt.

 

Um eine Anmeldung wird gebeten:

Peter Müller-Gewiss, E-Mail: peter.mueller-gewiss@caritas-eu.de, Telefon: 02251/79474-15
Alexander Neubauer, E-Mail: a.neubauer@caritas-eifel.de, Tel. 0173/5260605
Roland Kuhlen, E-Mail: roland.kuhlen@kreis-euskirchen.de, Tel. 02251/15-538

Die Info-Reihe "Engagiert für Geflüchtete" ist eine Kooperation von:
-Kommunales Integrationszentrum Kreis Euskirchen (KoBIZ)

-Caritasverband Kreisdekanat Euskirchen, Aktion Neue Nachbarn
-Caritasverband Region Eifel, Migrationshilfe

 

Mit Unterstützung durch:
-Katholisches Bildungswerk Kreis Euskirchen
-Landesprogramm KOMM-AN NRW

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
 
Kuhlen, Roland
Dipl. Sozialpädagoge (FH)
Kreis Euskirchen
Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum (KoBIz)
Geschäftsbereich III / Abt. 49
Tel.: 02251/ 15-538
Fax: 02251/ 15-985

Ort: Euskirchen

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