Interkulturelles Fest - Eritreischer Verein für Frieden e.V.

Winne Simon
Kurzbericht zum Interkulturellen Fest des "Eritreischer Verein für Frieden e.V."

... Selam  ... ሰላም ... hallo ... Frieden!

Ein nett gestaltetes Programm erwartet die Gäste, alle feierlich angetan mit ihren farbenprächtigen Landeskostümen.

Auch einige auswärtige Gäste, ehrenamtlich Aktive in der Flüchtlingshilfe, sind gekommen und willkommen: Ralf aus Nörvenich, und Susanne und Gottfried aus Kreuzau, die sich freuen ihren 'Sohn', Abraham Habtu, wiederzusehen.

In einer kurzen Power Point Präsentation stellt Roza Hadera, die 1. Vorsitzende des Vereins, die wesentlichen Vereinsaktivitäten im Landesprogramm der Anschubförderung vor. Der Verein ist aktiv sowohl für die Vereinsangehörigen wie auch für Neuzugewanderte aller Nationalitäten in den Übergangswohnheimen. Die Angebote  reichen von Fussball zu Ausflügen diverser Art, von sprachpraktischen Übungen bis hin zur Hilfe bei der Wohnungssuche und Dolmetscherhilfe bei Behördengängen. Winne Simon von der Integrationsagentur der Evang. Gemeinde skizziert die Rolle der MSO (Migrantenselbstorganisationen) und berichtet vom Zusammenschluss im "Dachverband MSO Düren e.V.",  in welchem der eritreische Verein Mitglied ist.

Dann folgt das eigentliche musikalische,  künstlerische und kulinarische Festprogramm:

Betörender Kaffeeduft durchzieht bald das "Haus für Alle". Die traditionelle Kaffeezeremonie 'BUN' ist ein fester Teil des sozialen Lebens in Eritrea und jeglicher Gastfreundschaft (hier ein link zur kunstvollen Art der Zubereitung des Kafeeröstens und Kochens: https://www.youtube.com/watch?v=k3jMk3l9GeM).

Ein umfangreiches frugales Mahl mit dem 'Grundnahrungsmittel 'Injera' (Sauerteigfladen, der zugleich das Eßbesteck ersetzt, indem mit kleinen Teilen des Fladens das Essen zum Mund geführt wird), ist aufgetischt.

Abraham Habtu trägt ein in Tigrina selbst verfasstes   Gedicht vor;  Alexander Dawit folgt mit einem beeindruckenden Gedicht in deutscher Sprache, in welchem er menschenverachtendes Verhalten anklagt.

"Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte", so könnte der Titel der kleinen Tanzeinlage lauten, in welcher zwei Tänzer ihr tänzerisches Repertoire zeigen. Beide buhlen um die Gunst einer Schönen, die aber desinteressiert auf ihrem Smartphone herumklimpert und sich schließlich unvermittelt einem heraneilenden Dritten in die Arme wirft. Eine weitere, sehr temperamentvolle Tanzeinlage, widmet sich dem Thema nicht erwiderter Gunst.

Alexander gibt ein Stück auf einer Leier zum besten, "Krar" ist der Name dieses Zupfinstruments auf Tigrina.

Ja, es war ein gelungener Nachmittag und Abend im entspannten und so gastfreundlichen Kreis unserer eritreischen Freunde und Freundinnen. Ihnen allen ein herzliches Danke schön!      

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