Gedenkfeier Halabja - 16.03.22 - im Dachverband

Wo heute weltweites Entsetzen herrscht angesichts der schrecklichen Bilder der Verwüstung aus der Ukraine, schwieg damals die Völkergemeinschaft.

Der Vorfall war der größte Chemiewaffenangriff gegen ein zivil besiedeltes Gebiet in der Geschichte, wobei zwischen 3.200 und 5.000 Menschen getötet und 7.000 bis 10.000 weitere verletzt wurden, die meisten von ihnen Zivilisten. Viele Opfer und ihre Kinder litten an Krankheiten wie Leukämie und anderen Krebsformen, Geburtsdefekten und Nervenlähmungen oder Atemwegserkrankungen, Hautdefekten und psychischen Traumata. 

Auf internationaler Ebene haben eine Reihe von Parlamenten die Gräueltaten des Saddam Regimes gegen die Kurden nun als Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt.

Alljährlich gedenken unsere kurdischen Freunde dieses Massakers. Sie bringen ihren tief empfundenen Schmerz über das Geschehene jedes Jahr in einer feierlichen Zeremonie zum Ausdruck.

An diesem Mittwoch versammeln sie sich im Dachverband; an den Wänden sind Fotos angebracht, welche einen Eindruck von der Vernichtung vermitteln; sie zeigen die wehrlosen Opfer, unter ihnen viele Frauen und Kinder, erbarmungslos hingestreckt auf der Erde.

Plakate rufen auf zur Ächtung von ABC – Waffen. Es werden feierlich Kerzenlichter angezündet.

Roonak Aziz hält eine kurze Begrüßungsrede; dann gedenken alle der  Opfer mit einer Schweigeminute.

Hamid Badrxan hält eine Ansprache, in welcher er den Genozid beklagt, ebenso bringt  Barsan Hamasur seinen Schmerz über das Unfassbare zum Ausdruck.

Alan Arif spielt  auf der Geige die schmerzerfüllte Weise ‘Halabja‘.

Roonak liest ein Gedicht, unterlegt mit einer Melodie von Alan.

Fener Abdel Rahman und Winne Simon halten noch eine Ansprache.

Zum Abschluss werden Kerzenlichter angezündet; Hamid Badrxan trägt dabei ein Gedicht vor.

Zurück